Die Tage stolpern wir zufällig über die Internetpräsenz eines Kollegen. Unter »Schwerpunkte« findet sich in der Navigationsleiste ein Eintrag »Fachanwalt f. ArbR«. Als wir dem Link folgen, öffnet sich zu unserem großen Erstaunen eine Seite, die mit den Worten »Ich bin kein Fachanwalt« beginnt.

Wortreich schildert der Kollege dort, dass er immerhin schon zwei Anläufe genommen habe, Fachanwalt zu werden. Die »Clausurenprüfung« habe er gar zwei Mal erfolgreich abgelegt. Dummer Weise hat der Kollege dann aber die Kammer nicht davon überzeugen können, dass er auch über die notwendige praktische Erfahrung verfügt. Und das, obwohl er sogar in seiner »Ausbildung als Referendar bei einem Arbeitsrichter Urteile geschrieben« habe.

Klar, der Kollege hält natürlich den »Fachanwaltstitel für fraglich«. Wir fragen uns dagegen, warum der Kollege dann mit einem Titel wirbt, den er noch nicht einmal besitzt.

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