Interessant, wie der Bundesgerichtshof (Urt. v. 02.11.66, IV ZR 239/65, NJW 1967, 1078) noch im Jahr 1966 über die Erfüllung ehelicher Pflichten gedacht hat. Der die Scheidung der Ehe begehrende Ehemann hatte geklagt, die Zerrüttung der Ehe beruhe vor allem auf der Einstellung seiner Frau zum ehelichen Verkehr. Sie habe ihm erklärt, sie empfinde nichts beim Geschlechtsverkehr und sei imstande dabei Zeitung zu lesen; er möge sich selbst befriedigen. Der eheliche Verkehr sei ohehin eine reine Schweinerei.

 

Die obersten deutschen Richter in Zivilsachen entschieden daraufhin:

 »Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, daß sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen läßt. Wenn es ihr aufgrund ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen, zu denen die Unwissenheit der Eheleute gehören kann, versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen.«

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