Nirgendwo steht im Gesetz, dass Urteile nicht in Reimform ergehen dürfen. Sah auch etwa das Arbeitsgericht Detmold (Urt. v. 23.08.07, 3 Ca 842/07, NJW 2008, 782) so. Es steht auch nirgendwo, dass sie nicht zur Erheiterung beitragen dürfen. Für Schriftsätze gilt nichts anderes. Wenn uns der Hafer sticht, dichten wir gerne auch schon einmal. Auch wenn das dem Prozessgegner nicht immer gefällt:

»Auf vielfältigen Wunsch und weil es kaum einer glauben mochte, hier das berühmte Märchen an das Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt. Und dies ist kein Scherz, so wurde eine Klageerwiderung des aus Funk und Fernsehen bekannten Düsseldorfer Anwalts und guten Freundes, besagter Dame eingleitet. Man muss sich wirklich die Frage stellen ob unsere Gerichte nicht schon mit genug Blödsinn überlastet sind. Es mag natürlich sein, das man in der großen weiten Welt unserer Landeshauptsatdt Düsseldorf so agiert, ich glaube im kleinem verschlafenem Rheydt kommt so etwas nicht so gut an.«

Herzlichen Dank für die Arbeit, die sich der Beklagte mit der Veröffentlichung gemacht hat. So ganz richtig verärgert war der Richter nicht. Und den Prozess hat unsere Mandantin gewonnen.

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