Ein katholischer Pater warnt seit 1999 auf seiner Website aufgeregt vor »Experten im Online-Recht«. Gemeint ist die Kanzlei Strömer Rechtsanwälte.

Der Hintergrund: Wir hatten ein von ihm eingesandtes Urteil des Landgerichts Bonn (Urt. v. 12.11.99, 7 O 154/99) in unserer Entscheidungssammlung veröffentlicht. Wahrheitsgemäß hatten wir geschildert, dass der katholischen Kirche Namensrechte nach der Einschätzung der rheinischen Richter an der Domain »katholisch.de« zustehen. Ohne übrigens zu ahnen, dass der Einsender des Urteils etwas mit der Sache zu tun hatte. Seitdem wird uns vorgeworfen, das »Herz-Jesu-Urteil« falsch interpretiert zu haben. Es handle sich allenfalls um ein »Möchtegern-Urteil im Katholiken-Prozess«.

Immerhin: Uns wird zugebilligt nachweisen zu können, dass »es diesen Märtyrer-Prozess wirklich gab«. Allerdings sei natürlich »die V2-Sekte nicht die katholische Kirche«. Und: »Angesichts des unaussprechlichen Unrechts, dass die SR mit diesem kleinen Sätzchen begangen haben«, sei es die Pflicht des Chronisten, »nachdrücklich vor dieser Organisation zu warnen«. Potenzielle Mandaten seien gewarnt: »Objektiv ist es nicht erlaubt, die SR als Rechtsvertreter einzuschalten«.

Und der Protagonist legt in einem neuen Beitrag nach: »Die unbestreitbare Tatsache, dass Strömer so offenkundig und so hartnäckig das Recht beugt, legt den sehr dringenden Verdacht nahe, dass es sich bei seiner Truppe um Satanisten handelt. Wir raten zu äußester Vorsicht.« Und: »Strömer hat einen nach irdischen Maßstäben mächtigen Bündnispartner«. Der Vorwurf des Satanismus sei allerdings nicht »allein gegen die Strömer-Clique zu richten«; man müsse ihn »zwangsläufig auf die gesamte Anwaltskammer ausdehnen«. Da befinden wir uns doch immerhin in guter Gesellschaft.

Apropos Gesellschaft: Dem Kollegen Moebius aus Hannover erging es nicht besser. Auch über ihn ärgerte sich der verschmähte Hirte. Anders als wir wehrte sich der Kollege allerdings und erstattete Strafanzeige. Das Amtsgericht Hannover (Urt. v. 22.06.04, 222-231/04) verurteilte den Angeklagten daraufhin wegen Beleidigung.

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