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    Findet das Bundesdatenschutzgesetz auf nichtkommerzielle Mailboxen Anwendung?

So genau weiß das derzeit niemand. Das Bundesdatenschutzgesetz gilt für nicht-öffentliche Stellen nur, soweit diese Daten "geschäftsmäßig oder für berufliche oder gewerbliche Zwecke" verarbeiten oder nutzen. Eine berufliche oder gewerbsmäßige Verarbeitung scheidet bei Mailboxen dann aus, wenn sie als Hobby betrieben werden und der Betreiber damit keinen Gewinn erzielen möchte. Das Merkmal "geschäftsmäßig" soll nach Ansicht einiger namhafter Datenschützer schon dann erfüllt sein, wenn die Daten regelmäßig und auf Wiederholung angelegt erfaßt werden. Auf die Absicht, Gewinn zu erzielen, käme es dann überhaupt nicht an. Für diese Sichtweise spricht, daß die Gewinnerzielungsabsicht bereits umfassend von den anderen Kriterien "beruflich" und "gewerblich" erfaßt wird. Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat sich zu der Frage bislang nicht geäußert.